Woche 1: The Danish Girl / Die dunkle Seite des Mondes

Diese Kinowoche hatte ich zwei Literaturverfilmungen geguckt, wie sie unterschiedlicher nicht sein können…

© Universal

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The Danish Girl

Land: USA/GB/Deutschland 2015
Laufzeit: 120 min
Regie: Tom Hooper
Darsteller/innen: Eddie Redmayne, Alicia Vikander, Amber Heard, Matthias Schoenaerts, Ben Whishaw, Sebastian Koch, Matthias Schoenaerts , Adrian Schiller
Kinostart: 7.1.2016

Im Jahr 2000 verfasste der US-Autor David Ebershoff seinen ersten Roman The Danish Girl. Thema war die wahre Geschichte von Lili Elbe (* 1882), einer der ersten Transsexuellen, die/der sich einer klinischen Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte und nach der 3. Operation in Dresden verstarb.
Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und inspirierte den Regisseur Tom Hooper (The King’s Speech) zu seinem gleichnamigen Spielfilm.

Auf der Habenseite punktet The Danish Girl zunächst durch seinen großartigen Hauptdarsteller: Eddie Redmayne in der Titelrolle sollte den Arthaus-Zuschauern noch durch seine preisgekrönte Stephen Hawking-Darstellung bekannt sein. Er spielt die Frau, die im Körper eines Mannes geboren wurde, mit maximaler Hingabe.

Doch irgendwann schmeckt die süßliche und schwülstige Inszenierung der Geschichte, die von einem extrem nervtötenden Soundtrack zugekleistert wird, wie eine Überdosis Zuckerwatte: Wer mehr davon konsumiert, dem wird schlecht. Und wann das eintritt, ist Geschmackssache…


© Alamode-Film

© Alamode-Film

Die dunkle Seite des Mondes

Land: Deutschland/Luxemburg 2015
Laufzeit: 98 min
Regie: Stephan Rick
Darsteller/innen: Moritz Bleibtreu, Nora von Waldstätten, Jürgen Prochnow, Luc Feit, Ian T. Dickinson, Yves Robert Schaaf, Nino Porzio, Eugénie Anselin
Kinostart: 14.1.2016

Der Schweizer Schriftsteller Martin Suter startete seine Karriere mit seiner sogenannten Neurologischen Trilogie, das sind die Romane:

  • Small World
    (verfilmt mit Gerard Depardieu)
  • Die dunkle Seite des Mondes
  • Ein perfekter Freund
    (verfilmt mit Martina Gedeck)

Nun legt der Filmemacher Stephan Rick die noch fehlende Geschichte als seinen zweiten Kinofilm vor: Der Anwalt Urs Blank ist beruflich und familiär in einer Sackgasse. Die junge Lucille erweckt neues Leben und Hormone in ihm, doch als Urs bei einer nächtlichen Fete eine Handvoll psychoaktiver Pilze futtert, kommt seine dunkle Seite ungebremst an die Oberfläche: Er folgt nur noch seinem Instinkt und übergeht selbst die angeborene Hemmschwelle, Leben zu vernichten.

Rick hat den Krimi sehr geradlinig inszeniert, so darf der Zuschauer keine Seitenstränge oder gar Überraschungen erwarten, bis sich der Anwalt und sein mit allen Wassern gewaschener Geschäftspartner im Wald gegenüberstehen!

An der Besetzung kann ich nicht mäkeln: Bleibtreu und Prochnow, die beiden Herren auf dem Plakat, waren in spielfreudiger Laune, wäre Nora von Waldstätten als junge Ausgefliptte leider irgendwann vom Drehbuch ausgeblendet wurde ;-(

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