Im Sommer wohnt er unten

Alternativer Titel (F): Un ete au rez de chaussee
Land: Deutschland 2014
Laufzeit: 99 Minuten
Regie: Tom Sommerlatte
Darsteller/innen: Sebastian Fräsdorf, Godehard Giese, Karin Hanczewski, Alice Pehlivanyan, William Peiro
Kinostart: 29.10.2015

Layout 1

© Osiris Media

Die Bankiersfamilie Landberg besitzt ein Ferienhaus an der französischen Atlantikküste. Es wird derzeit von Sohn Matthias bewohnt, der zusammen mit seiner Partnerin Camille und deren Sohn Etienne dem Nichtstun fröhnt.
Das ändert sich blitzartig, als sein karrierebewusster älterer Bruder David mit Ehefrau Lena eine Woche früher als geplant eintrifft, um Entspannung in dem Anwesen zu suchen.

Die beiden unterschiedlichen Brüder geraten recht schnell aneinander: David besteht auf seinem üblichen Zimmer, beschwert sich über das angemessen verwahrloste Grundstück und fordert schließlich, dass der lautstarke Etienne das Anwesen verlässt…
Das wiederum ruft die feurige Camille auf den Plan, die ihrem Freund vorwirft, sich alles gefallen zu lassen und zur Konfrontation übergeht.
Doch David hat noch mehr Probleme, sein Vermögen wurde an der Börse verbrannt und Lena möchte unbedingt schwanger werden…

Copyright Osiris Media

Kurzer Waffenstillstand am Abend           © Osiris Media


Tom Sommerlattes
(* 1985) Langfilmdebüt Im Sommer wohnt er unten eröffnete 2015 die Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino. Dazu ein Interview mit den Machern des Filmes:


Sommerlattes Familiendrama Arschloch gegen Faulpelz, das von seiner Schwester Iris produziert wurde, ist auf den ersten Blick ziemlich konventionell inszeniert, bei genauer Betrachtung aber dennoch sehenswert. Denn was der Drehbuchautor und Regisseur aus der Konstellation Ein Haus, fünf Menschen und ein Schwimmbecken rausholt, ist sehr beachtlich: Die Geschichte wurde leichtfüßig in Szene gesetzt und wird von eher unbekannten Darstelleren mit großer Spielfreude getragen.
Da wechseln sich pointierte Dialoge mit dramaturgischen Wendepunkten ab.

Und dass man die deutsch-französisch-englischen Dialoge belassen und stattdessen untertitelt hat, muss man als gestalterisches Mittel anerkennen und honorieren.

Im Sommer wohnt er unten ist ein präzise beobachtetes komödiantisches Drama (oder umgekehrt), das Lust auf mehr von diesem Filmemacher macht.

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