Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

Originaltitel: Still Alice
Land
: USA 2014
Laufzeit: 101 Minuten
Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Darsteller/innen: Julianne Moore, Alec Baldwin, Kristen Stewart, Kate Bosworth, Shane McRae, Hunter Parrish, Seth Gilliam, Victoria Cartagena
Kinostart: 5.3.2015
DVD/BD-Veröffentlichung: 31.7.2015

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© polyband

Schlechte Karten für die Harvard-Professorin Alice Howland: Zuerst fallen ihr bei einem Vortrag einzelne Worte nicht mehr ein. Dann verläuft sie sich beim Joggen auf dem Campus…
Die medizinische Diagnose wirft die erst 50jährige Frau und ihre Familie massiv aus der Bahn: Eine seltene Form von frühem Alzheimer. Ein aussichtsloses Ringen mit dem Vergessen beginnt.

Still Alice, der Roman der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova erschien 2011 in Deutschland unter dem Titel Mein Leben ohne Gestern.

Etwa in diesem Zeitraum machte man die Filmemacher Richard Glatzer und Wash Westmoreland mit dem Buch bekannt. Bei Glatzer wurde gerade die Krankheit ALS diagnostiziert (sie ist wie Alzheimer ebenso unheilbar und tödlich…) und so konnten die beiden den Roman nicht mehr weglegen und machten sich an den Film.
Drehbuchautor und Regisseur Richard Glatzer verstarb im März 2015.

© polyband

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Nun also die filmische Adaption, mit der nach Til Schweigers Honig im Kopf noch ein Streifen zum Thema Demenz in die Kinos kommt. Natürlich ist Still Alice im Vergleich die bessere Wahl, was primär zwei Gründe hat:

  1. Zum einen kommt die Buchverfilmung ohne den üblichen Hollywood-Kitsch aus – bei Schweiger wird hingegen meterdick das Schmalz aufgetragen.
  2. Zum anderen liegt das an Julianne Moore (gibt es eigentlich einen Film, in dem diese Frau mittelmäßig oder richtig schlecht ist?), die die Hauptrolle mit großem Einsatz meistert. Ihre Darstellung einer Betroffenen, die durch die verschiedenen Phasen der Krankheit geht, ist einfach nur überzeugend und mitreißend.
    Sie erhielt dafür im März 2015 den Oscar als beste Schauspielerin.

Man merkt Still Alice – Mein Leben ohne Gestern durchgehend an, dass die beiden Regisseure mit Herzblut und Engagement zu Werke gingen. Ein emotionaler wie unterhaltsamer Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

PS: Über das Ende des Films kann man sich trefflich streiten. Wurde die Geschichte an der richtigen Stelle beendet oder hätte man die Schlussphase der Krankheit auch beleuchten müssen?
PPS: Mit Kristen Stewart hat der Kinogucker so seine Probleme: Nach den unsäglichen Twilight-Abenteuern ist die Nachwuchsdarstellerin (mit Hilfe einer dunklen Kassen-Brille wie in Die Wolken von Sils Maria) zwar auch hier bemüht, ins seriöse Fach zu wechseln, trotzdem…


Die Silberscheiben (eine Hörfilmfassung kann beim Start optional aktiviert werden) sind wie folgt ausgestattet:

  • DVD: Deutscher + englischer Ton, deutsche Untertitel
    Als Bonus Interviews mit Darstellern und Machern
  • DVD Limited Edition: Zusätzlich Mediabook mit Booklet, Behind the Scenes
  • Blu-ray: Deutscher + englischer Ton, deutsche Untertitel
    Als Bonus Interviews mit Darstellern und Machern, B-Roll
  • Blu-ray Limited Edition: Zusätzlich Mediabook mit Booklet, Behind the Scenes

 

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3 Antworten zu Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

  1. franziska-t schreibt:

    Hundertprozentig zufrieden war ich auch nicht. Häufig bekommt man aber einen Eindruck, dass die Geschichte zu plakativ dargestellt wird: ausgerechnet eine engagierte Linguistikprofessorin, “eine Frau, die Kommunikation liebt”, die zudem noch “Words with friends” mit ihrer Tochter spielt, erkrankt an der Krankheit.

    Hier meine Review: https://filmkompass.wordpress.com/2015/02/28/still-alice-2014/

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  2. Ma-Go Filmtipps schreibt:

    Für mich der bisher beste Film des Jahres und NEIN: Es gibt keinen Film, in dem Julianne Moore nicht gut ist 🙂
    Zum Home Entertainment Start verlose ich übrigens auf meiner Facebook-Seite ein nettes Fan-Paket. Wer möchte, darf gerne mitmachen 😉

    Und meine Kritik zum Film gibt’s übrigens hier:
    https://magofilmtipps.wordpress.com/2015/03/05/filmkritik-still-alice-mein-leben-ohne-gestern/

    Gefällt mir

  3. Robert Belzner schreibt:

    Es gibt schon auch Filme in denen Kristen Stewart richtig gut ist. Z.B. „Das gelbe Segel“ oder „Willkommen bei den Rileys“.

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