Broadway Therapy

Originaltitel: She’s funny that way
Land: USA 2014
Laufzeit: 94 Minuten
Regie: Peter Bogdanovich
Darsteller/innen: Owen Wilson, Jennifer Aniston, Imogen Poots, Rhys Ifans, Kathryn Hahn, Will Forte
Kinostart: 20.8.2015

© Wildbunch Germany

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Das Mädchen Izzy möchte eigentlich Schauspielerin werden, ist aber derzeit als Call-Girl unterwegs. Als sie vom Theaterregisseur Arnold gebucht wird, verliebt sich der schwer aktive Schürzenjäger in sie.
Als Izzy zu einem Vorsprechen geht, führt Arnold dort Regie und ist alles andere als begeistert, da seine Frau Delta die Hauptrolle spielt. Weiterhin war sein Haupt-darsteller Seth unfreiwillig Zeuge der beiden im Hotel.
Joshua, der Autor des Stücks, verguckt sich nun ebenfalls in Izzy, was er vor seiner Freundin Jane verheimlicht. Und genau diese ist wiederum die stets schlecht gelaunte Gesprächstherapeutin der jungen Prostituierten.
Ein anderer von Janes Patienten ist der alte Richter Pendergast, welcher einen Privatdetektiv auf Izzy angesetzt hat, da er auch in die junge Frau verknallt ist. Und dieser Schnüffler ist zufällig der Vater von Joshua (siehe oben)…

Altmeister Peter Bogdanovich ist nach zwölfjähriger Pause zurück im Kino.
Sein aktueller Film wird als Screwball-Comedy der alten Schule beworben und soll alle Eigenschaften dieses Genres aufweisen:

  • turbulente Verwicklungen
  • auffälliges bis exzentrisches Verhalten der Charaktere
  • rasantes Tempo
  • präzises Timing
  • Kampf der Geschlechter
  • spritzige Dialoge
  • charmante Pointen
© Wildbunch Germany

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Meine Erwartungen an Broadway Therapy waren denn auch ziemlich groß, schließlich hat Bogdanovich mit Is‘ was, Doc? (1972) eine der kultigsten Chaos-Komödien überhaupt abgeliefert…

Anderthalb Stunden später war ich zwar gut gelaunt, unterm Strich aber enttäuscht: Denn der Streifen ist zwar ganz nett und gibt sich Mühe, alle Protagonisten agieren mächtig neben der Spur und die Handlung ist angemessen haarsträubend…
Doch so richtig gute Screwball-Szenen habe ich aber nur wenige entdeckt. Wenn sich beispielsweise einige der Figuren(paare) gleichzeitig in einem Restaurant begegnen, kommt gut getimtes Feeling á la Is‘ was, Doc? auf. Wenn auch ohne Reisetasche…
Stattdessen habe ich mich immer wieder wie in frühen Woody Allen-Beziehungs-Komödien gefühlt – aber leider ohne die genialen Dialoge des kleinen Mannes mit der Brille…

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