San Andreas

Land: USA 2015
Laufzeit: 115 Minuten
Regie: Brad Peyton
Darsteller/innen: Dwayne ‚The Rock‘ Johnson, Carla Gugino, Alexandra Daddario, Paul Giamatti, Ioan Gruffudd, Archie Panjabi, Hugo Johnstone-Burt, Art Parkinson
Kinostart: 28.5.2015

san-andreas-plakat

© Warner Bros. Ent.

Als in der Region Los Angeles heftige Erdbeben für Chaos und Verwüstung sorgen, zieht ein Hubschrauberpilot los, um seine Ex-Gattin und die gemeinsame Tochter zu retten.
Am Ende ist die kleine Familie nebst neuem Schwiegersohn wieder glücklich vereint, die Aufbauarbeiten in vollem Gange und die US-Fahne flattert munter in den Ruinen.
God bless America…
Bis dahin donnert aber eine mehr als bemerkenswerte Materialschlacht über die Leinwand, die man in dieser brachialen Dimension so noch nicht erleben durfte!
Ich meine damit nicht die überflüssige 3-D-Konvertierung, mit der die Produzenten wieder mal hoffen, mehr Kasseneinnahmen generieren zu können. Sondern die apokalyptischen Szenarios, denn die eigentlichen Künstler sind bei diesem Film die Computergrafikspezialisten, die ganze Häuserblöcke dramaturgisch wertvoll zerbröseln lassen oder in einer Totalen die Landschaft wie Hefeteig aufblähen…

Wie hätte wohl der Katastrophen-Klassiker Erdbeben (1974) ausgesehen, wenn man statt der Miniatur-Gebäude und der bescheidenen Hintergründe damals schon CGI gehabt hätte?

© Warner Bros. Ent.

© Warner Bros. Ent.

Zu der Geschichte selber gibt es nicht viel zu sagen: Mehrere Drehbuchautoren waren nötig, die paar Abziehbilder von Charakteren zu entwerfen: Hier der muskulöse Held, der zu Wasser, zu Lande und in der Luft so gut wie unbesiegbar ist. Da die frustierte Ehefrau, die erst nach dem Desaster wieder merkt, wie unentbehrlich der Ex-Mann doch ist. Und natürlich die antiseptische und gut gebaute Tochter, die den Nachwuchs in die Kinos ziehen soll.

Neben dieser mehr als platten Familienschmonzette interessiert sich der Film nicht für die Betroffenen der Katastrophe: Zwar rennen und kreischen immer wieder Komparsen durchs Bild, aber Leid und Elend, wenn ganze Hochhäuser zusammenbrechen, sieht man nicht. Immerhin, der Bösling wird dekorativ von einem Containerschiff erschlagen…

San Andreas ist oberflächliches, effektvolles, unterhaltsames und von den Dialogen her strunzdummes Popcorn-Kino, das den Katastrophenfilm der 70er und 80er kurz (aber sehr heftig!) aufleben lässt.

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Eine Antwort zu San Andreas

  1. Ma-Go Filmtipps schreibt:

    Ich habe ihn jetzt auch gesehen. Hier meineGedanken dazu: https://magofilmtipps.wordpress.com/2015/06/05/filmkritik-san-andreas/

    Gefällt mir

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