Heute bin ich Samba

Originaltitel: Samba
Land
: Frankreich 2014
Laufzeit: 118 Minuten
Drehbuch und Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache
Darsteller/innen: Omar Sy, Charlotte Gainsbourg, Tahar Rahim, Izia Higelin
Kinostart: 26.2.2015

© SENATOR

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Samba, der Mann aus Senegal, kam vor etwa 10 Jahren auf dunklen Kanälen nach Paris und hält sich seither mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Wie sein brasilianischer Kumpel Wilson, der eigentlich aus Algerien stammt, muss Samba öfters die Identität wechseln und darf zudem nicht auffallen, um nicht ausgewiesen zu werden. Doch dann verweigern ihm die Behörden wichtige Papiere und er landet in Abschiebehaft.
Die ausgebrannte Alice schiebt ehrenamtlichen Dienst bei der Ausländerhilfe. Samba ist ihr erster Fall und prompt macht die labile Karrierefrau alles falsch. Die beiden kommen sich näher und lernen sich über viele Umwege kennen…

Die Filmemacher Eric Toledano und Olivier Nakache wurden 2011 durch ihren Überraschungshit Ziemlich beste Freunde (Frankreich: knapp 20 Millionen Zuschauer, Deutschland: mehr als 9 Millionen Besucher) so richtig bekannt.
Umso größer waren also die Erwartungen auf ihren nächsten gemeinsamen Film. Als Inspiration diente den beiden der Roman Samba pour la France von Delphine Coulin, der hierzulande unter dem Titel Samba für Frankreich (Aufbau-Verlag) erschienen ist.

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Olivier Nakache: Ja, das Buch bildet genau genommen das Fundament unseres Films. Aber wir haben es stark bearbeitet – die Figur der Alice zum Beispiel kommt so im Roman nicht vor, wir haben sie erfunden. In „Samba pour la France“ ist es eine Erzählerin – Delphine Coulin –, die Sambas Geschichte erzählt und die Erfahrungen beschreibt, die sie in einer Hilfsorganisation macht, wo sie Einwanderern hilft und sie unterstützt. Diese Figur wollten wir unbedingt ausbauen. Denn unser Wunsch war, diesmal ein echtes Filmpaar in Szene zu setzen – für uns ein absolutes Novum.

Für die Titelrolle holten sich die beiden Filmemacher genau jenen Darsteller, der viel zum Erfolg ihres Erstlings beitrug: Omar Sy. Er gibt Samba als würdevollen und couragierten Typ, der sich abrackert, koste es was es wolle. Denn wenn er es nicht tut, gehen die Menschen, für die er die Verantwortung trägt – seine Familie, die noch in Afrika lebt – mit ihm unter.
Ihm gegenüber und dann zur Seite agiert Charlotte Gainsbourg als sensible Karrierefrau, die wegen Burn Out zur Therapie und zum Pferdestreicheln geht. Es bleibt dabei allerdings unklar, warum ausgerechnet solch eine dünnhäutige Frau ehrenamtlich bei der Ausländerhilfe arbeitet…

Heute bin ich Samba lockte in Frankreich mehr als 3 Millionen Zuschauer in die Kinos. Der Streifen ist mit knapp 2 Stunden Laufzeit etwas zu lang, da er nicht die emotionale Dichte von Ziemlich beste Freunde erreicht.

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