Mortdecai – Der Teilzeitgauner

Originaltitel: Mortdecai
Land
: USA 2013
Laufzeit: 107 Minuten
Regie: David Koepp
Darsteller/innen: Johnny Depp, Gwyneth Paltrow, Ewan McGregor, Olivia Munn, Paul Bettany, Jeff Goldblum
Kinostart: 22.1.2015

© STUDIOCANAL

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Lord Mortdecai ist ein britischer Adliger reinsten Wassers. Ein versnobter Aristokrat, der ständig pleite ist und sich mit windigen Kunstgeschäften über Wasser hält. Und ein gewaltiger Tollpatsch, der massiv unter der Fuchtel seiner Gattin steht.
Der Feigling mit Schnurrbart, der ohne seinen im hündisch ergebenen Butler Jock keinen Tag überleben würde, soll ein gestohlenes Goya-Gemälde (mit integrierter Konto-Nummer) wiederfinden und sieht sich sogleich mit der russischen Mafia, dem britischen Geheimdienst sowie einem US-Kunstsammler konfrontiert.

Au Backe, Mortdecai – Der Teilzeitgauner wird die Zuschauer polarisieren und in verschiedene Lager spalten: Die einen Kinobesucher werden ihn als durchgeknallte Komödie beklatschen und sich über die spielfreudigen Darsteller begeistern, während  andere Zuschauer über das erneute Herumgekaspere von Johnny Depp genervt sind und die Abwesenheit einer Geschichte bemängeln.

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Der treue Butler Jock und sein Lord                                             © STUDIOCANAL

Die Wahrheit liegt – wie so oft – in der Mitte: Als Vorlage für den Film diente eine leicht autobiografische Roman-Trilogie des slowenisch-italienischen Schriftstellers und Kunsthändlers Kyril Bonfiglioli, die in den 70er Jahren veröffentlicht wurde.

Regisseur David Koepp hat die Drehbücher vieler bekannter Filme verfasst und mit Johnny Depp bereits die Stephen King-Verfilmung Das geheime Fenster (2004) abgedreht.
Seine aktuelle Arbeit Mortdecai – Der Teilzeitgauner erweist sich bereits nach wenigen Minuten als ambitioniert gemeinte Nummernrevue, in der Johnny Depp (er ist einer der Produzenten des Streifens) sich von einer in die nächste Episode hampelt.
Die Übergänge wurden originell gestaltet (Flugzeug jettet durch weltweite Metropolen und kracht auch mal gegen die Namen der Städte), die Geschichte selber läuft periodisch Gefahr, durch ständige Wiederholungen langweilig zu werden.

Und Johnny Depp sollte sich mal ernsthaft vom inzwischen unerträglichen Jack Sparrow-Gekaspere der vergangenen Jahre lösen.

 

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