Schändung – Die Fasanentöter

Originaltitel: Fasandræberne
Land:
Dänemark 2014
Laufzeit: 119 Minuten
Regie: Mikkel Norgaard
Darsteller/innen: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Johanne Louise Schmidt, Danica Curic, Pilou Asbæk, David Dencik, Beate Bille
Kinostart: 15.1.2015

SCHAENDUNG_Filmplakat

© NFP Neue Medien

Es gibt Fernsehfilme, die sind so gut, dass man sie gerne im Filmtheater auf der großen Leinwand hätte. Und es gibt Kinofilme, die in keiner Szene über solides TV-Niveau hinauskommen…

Erbarmen aus der Feder Jussi Adler-Olsens war solch ein Kandidat: Die Krimis des dänischen Autors verkaufen sich wie geschnitten Brot und erschienen millionenfach in über 42 Ländern. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichten um den eigenwilligen Ermittler Carl Mørck und seinen syrischen Kollegen Assad verfilmt wurden.
Die erste Kinoadaption der auf 10 Folgen angelegten Reihe enptuppte sich quasi als Pilotfilm einer Fernsehserie, die den Zuschauer mit den Hauptfiguren bekannt machte: Da ist Vizekriminalkommisar Mørck, der nach einem grandios vergeigten Einsatz in die neu gegründete Sonderabteilung Q im Keller abgeschoben  wird. Er soll dort zusammen mit einem absoluten Neuling ungelöste Fälle zum Abschluss bringen…
Obwohl Erbarmen passend besetzt war und so ziemlich alle Ingredienzien auffuhr, die die Fans der in TV und Buchhandel so beliebten Skandinavienkrimis mögen, blieb die Verfilmung über weite Strecken beliebig und ohne eigenen Stil.

© NFP Neue Medien

© NFP Neue Medien

Nun kommt mit Schändung der zweite Fall auf die Leinwand: Das bekannte Ermittlerteam im Keller wird durch die rothaarige Rose aufgestockt, die mit Assad prima klarkommt, hingegen von Mørck nur angemuffelt wird.
Wieder wird ein Jahrzehnte zurückliegender Fall – genauer ein Doppelmord – aufgerollt, der seine Auswirkungen in der Gegenwart hat.
Und wieder kommt die Adaption als solide ZDF-Krimikost daher, die statt Spannung und Überraschung leider Schwächen im Drehbuch präsentiert.

Schändung – Die Fasanentöter ist ein weiterer TV-Krimi im Kino, der über Mittelmaß nicht hinauskommt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Krimi, Literaturverfilmung, Thriller abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s