Einer nach dem Anderen

Land: Norwegen/Schweden/Dänemark 2014
Laufzeit: 116 min
Regie: Petter Moland
Darsteller/innen: Stellan Skarsgård, Bruno Ganz, Pål Sverre Hagen, Birgitte Hjort Sørensen, Jakob Oftebro, Anders Baasmo Christiansen
Kinostart: 20.11.2014

© Neue Visionen Filmverleih

© Neue Visionen Filmverleih

Gerade ist Nils Dickman wegen seines selbstlosen Einsatzes mit dem Schneepflug zum Bürger des Jahres in einem norwegischen Kaff gewählt worden, als sein Sohn durch eine Verwechslung von der lokalen Drogenmafia ermordet wird. Der Vorzeigebürger schließt den Waffenschrank in der Garage auf und knöpft sich den Schuldigen vor.
Nachdem er mehrere Gangster ins Jenseits befördert (und sauber entsorgt!) hat, kommt mächtig Unruhe in die Drogenszene: Der Graf, ein ökobewusster Pferdeschwanzträger, vermisst seine Männer und mehrere Kilogramm Kokain und schickt deshalb seine Schergen los. Ziel sind die Mitglieder der serbischen Drogenhändler, mit denen man sich bislang die Reviere geteilt hat.
Als Nils den Chinesen – ein japanischer Auftragskiller, der in Dänemark geboren ist – auf den Grafen ansetzt, verrät ihn dieser und bringt so den braven Familienvater mit ins blutige Spiel.

Sie haben es also wieder getan: Die Rede ist von der Zusammenarbeit des norwegischen Regisseurs Petter Moland und dem schwedischen Schauspieler Stellan Skarsgård.
Beide zeicheten 2010 für die rabenschwarze Gangsterkomödie Ein Mann von Welt verantwortlich.

© Neue Visionen Filmverleih

Biogemüse für die Drogenmafia                                                   © Neue Visionen Filmverleih

Eine Spur härter ist nun Einer nach dem Anderen, den man auch als Rache-Groteske bezeichnen kann. Denn gegen Nils Dickman ist Charles Bronson in Ein Mann sieht rot geradezu ein Waisenknabe. Wie aus dem pflichtbewussten Bürger und schweigsamen Familienvater ein blutiger Rächer wird, das gehorcht ganz eigenen Gesetzen. Die man so oft in skandinavischen Filmen findet und auch schätzen gelernt hat. Das schneebedeckte Szenario ist bevölkert von mehr als skurrilen Typen: Da sind zwei gnadenlose Killer, die ein schwules Verhältnis haben. Da ist der knallharte Drogenboss, der seine Männer täglich mit frischen Bio-Gemüsesäften versorgt. Und da ist Bruno Ganz als serbischer Pate, der einfach göttlich ist.

Ein sprichwörtlich eiskalter Film, der an Tarantino, Aki Kaurismäki und die Coen-Brüder erinnert.
Erfüllt von lakonischem Humor aus Skandinavien.
Und brutalen Szenen, die nichts für Zartbesaitete sind.
Als pikante Zugabe wird jedem Toten (Getöteten!) mit Kreuz und Name gedacht…

 

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