Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine

Achtung Kinozuschauer. Wenn Sie sich beim Erblicken der Werbeplakate für diesen Film spontan übergeben mussten, dann haben Sie instinktiv das Richtige getan. Denn dieses Machwerk bekommt nicht nur einen Negativpreis für den längsten und dappigsten deutschen Titel („Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine“), sondern auch die zweifelhafte Ehre, etwa so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung zu sein.

Und die Laudatio geht noch weiter. Immerhin drei Wichtelhirne waren daran beteiligt, die so genannte Handlung zu verfassen: Vier gelangweilte Typen treffen sich in einem Ski-Hotel in den Bergen und machen auf wilde Party in einem Whirlpool. Durch den Kurzschluss des Gerätes werden sie ins Jahr 1986 versetzt müssen dort wilde Abenteuer durchleben, ohne die Vergangenheit allzu drastisch zu verändern.

Was eigentlich eine Komödie im Retrostil mit unzähligen popkulturellen Produkten der 80er hätte werden können, kommt auf der Leinwand nur als pubertäre Ansammlung fäkaler und sexistischer Albernheiten daher.

Wer nun fragt, wie ein Darsteller wie John Cusack in einer solch verfilmten Zeitverschwendung landet, bekommt gleich zwei Antworten: Zum einen hat Cusack den Streifen finanziell mitproduziert. Zum anderen ist einer der Drehbuchautoren sein langjähriger Kumpel. Vetterleswirtschaft mit einem fatalen Ergebnis.

 

Land: USA 2010
Laufzeit: 99 Minuten
Regie: Steve Pink
Darsteller/innen: John Cusack, Clark Duke, Craig Robinson, Rob Corddry, Sebastian Stan, Lyndsy Fonseca

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