Die Hochzeit unserer dicksten Freundin

Land: USA 2012
Laufzeit: 86 Minuten
Regie: Leslye Headland
Darsteller/innen: Kirsten Dunst, Isla Fisher, Lizzy Caplan, Rebel Wilson, James Marsden, Adam Scott

Ein Regiedebüt einer Theaterfrau, das völlig misslungen ist. Eine sogenannte Komödie, die noch viel unlustiger ist als Guantanamo-Videos, das Leeren von Rattenfallen oder die eigene Beschneidung.

Wer letztjährig bei „Brautalarm“ schon in den Tep­pich beißen musste, sollte bei „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ schnell spüren, wie die Magensäure das Zäpfchen erreicht: Die schwergewichtige Becky wird heiraten, ihre drei besten Freundinnen eilen in Sachen Vorbereitungen durch die Nacht und verbreiten dabei das größtmögliche Chaos.

Leslye Headland adaptierte ihr Theaterstück „Bachelorette“ fürs Kino und setzt dabei hauptsächlich auf Saufen, Kichern, Pimpern und Kiffen.

Die Geschichte um eine Handvoll Zicken wird dabei durch ihren Fäkalhumor zum Produkt des Fremdschämens. Und auch wer sich dabei nicht am Primärthema „Blowjob“ stört, wird trotzdem ganz schnell bemerken, dass Drehbuch und Regie nicht das geringste Gespür für Timing aufweisen. Alle Charaktere sind völlig uninteressant bis unerträglich, die Geschichte selber nur eine Aneinanderreihung peinlicher Witzchen.

Und die werden immer und wieder in die Länge gezogen, so dass einem die mehr als gnädige Laufzeit von unter 90 Minuten wie eine Ewigkeit vorkommt. Vielleicht haben die Macher im Studio einfach nur vergessen, die verpatzten Szenen als Bonusmaterial für die spätere DVD zu separieren?

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